Seeräuber und der Piratenkodex

Seeräuber und der Piratenkodex




Seeraub und Piraterie überschneiden sich in fast allen Definitionspunkten. Piraterie kann jedoch im Gegensatz zum Seeraub auch in der Luft oder auf dem Land stattfinden. Meist versteht man jedoch unter beiden Begriffen das Gleiche: Seeräuber die auf den Weltmeeren ihr Unwesen treiben.

Besonders im 16. und 17. Jahrhundert erlebte die Piraterie ihre Hochzeit.
Damals zog es besonders mittellose Männer mit der Phantasie vom schnellen Reichtum oder Söhne aus ärmsten Familien auf See. Doch auch zahlreiche Deserteure schlossen sich den Seeräubern an. Kaperten Piraten ein Marineschiff, liefen viele Seeleute über, um den straffen Hierarchien und unwürdigen Lebensbedingungen an Bord zu entgehen. Alle, die in der Gesellschaft am Rande stehen z.B. Leibeigene, Geistliche mit verlorenem Glauben oder Spielleute sahen im Leben der Seeräuber einen lohnenden Lebensentwurf als Alternative.

Als reines Auffangbecken für gescheiterte Existenzen kann man die Seeräuber aber dennoch nicht sehen. Hochintelligente oder gut ausgebildete Menschen waren von Nöten, um gewiefte Raubzüge und das harte Leben auf hoher See zu überstehen.
Das scheinbar zügellose Leben an Bord war demnach auch strukturiert und organisiert.
Sogar einen Verhaltenskodex gab es auf vielen Schiffen, dem zu Beginn einer Seereise von allen Besatzungsmitgliedern zugestimmt werden musste. Auch Beuteanteile wurden darin definiert.
Selbst eine Art Arbeitslosen- bzw. Krankenversicherung wurde
in dem Kodex festgelegt. So bekamen Verletzte Seeräuber einen größeren Beuteanteil als die anderen Mitglieder, da die Wahrscheinlichkeit für eine erneute Kaperfahrt und somit die Chance auf ein regelmäßiges Einkommen, geringer war.einen Verhaltenskodex gab es auf vielen Schiffen, dem zu Beginn einer Seereise von allen Besatzungsmitgliedern zugestimmt werden musste. Auch Beuteanteile wurden darin definiert.
Selbst eine Art Arbeitslosen- bzw. Krankenversicherung wurde in dem Kodex festgelegt. So bekamen Verletzte Seeräuber einen größeren Beuteanteil als die anderen Mitglieder, da die Wahrscheinlichkeit für eine erneute Kaperfahrt und somit die Chance auf ein regelmäßiges Einkommen, geringer war. Schiffen oder ganzer Flotten. Der Preis dafür ist ein hoher. Schon früh waren Piraten zur Tötung freigegeben und als Kriegsführer eingestuft worden. Viele junge Männer sahen in der Piraterie die einzige Möglichkeit sich ein ausreichendes Einkommen zu verschaffen. Wenn staatliche Behörden und Exekutive die Seeüberwachung vernachlässigen oder nicht ausreichend leisten können, der Seehandel lohnendes Ziel für kriminelle Handlungen bietet, dann ist Piraterie, auch heute, häufig die Konsequenz.

Des weiteren gibt es heute zahlreiche, immer wieder aufgegriffene Klischees im Zusammenhang mit dem äußeren Erscheinungsbild von Piraten.

Schwarze Augenklappe, Holzbein oder der obligatorische Papagei auf der Schulter gehören ebenso dazu wie Goldschmuck, zerfetzte Kleidung, schlechte Zähne und ein rauer Umgangston. Einige dieser Klischees basieren aber auf historischen Tatsachen, beispielsweise fielen Seeleuten durch Skorbut, eine durch Vitamin C-Mangel hervorgerufene Krankheit, die Zähne aus.





Quellen:
http://www.piraten-spektakel.de/geschichte-der-piraten/seeraeuber/index.php
http://de.wikipedia.org/wiki/Piratenkodex
http://de.wikipedia.org/wiki/Henry_Morgan

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