Einen Versuch ist es wert. Bist du bereit?

Analyse und Kommentar eines Piraten
Nachdem das Wahlergebnis für so manche unter uns die ernüchternde Wahrheit ans Licht brachte ist die Enttäuschung auf allen Ebenen der Partei deutlich zu spüren.

Ehrlich gesagt war ich auch enttäuscht. Nicht aber von dem Ergebnis, sondern vielmehr von der von uns nicht erkannten Ursachen dessen.

Ich mag vielleicht nicht allzu aktiv in der Partei präsent gewesen sein, habe aber umso genauer das Geschehen objektiv
wahrnehmen können,  als manch ein anderes Mitglied das mit seiner aktiven Arbeit von den tatsächlichen Problemen vermutlich abgelenkt war.
 


Nachdem die Piratenpartei Griechenlands enorme innterne Probleme bekam (siehe: http://pressfreedotnet.blogspot.com/2013/02/eine-partei-und-ihre-farbe-meinname-ist.html) versuchte ich bei unseren Vorbildern, also der Piratenpartei Deutschland, nach Lösungen zu suchen um nicht unbedingt das „Lösungs“- Rad neu erfinden zu müssen, da uns das Abkupfern bei den deutschen Kollegen anfänglich ja in Griechenland einen katapultartigen Start bescherte.

Doch sehr rasch entwickelten sich auch dort Diskrepanzen, Manipulationsversuche, Intrigen und abschäuliche Streitereien, welche die Partei und deren damals mit über 1.500 Mitglieder auf ein Minimum schrumpfen lies.


Während ich bei den deutschen Piraten nach Vorlagen eventueller Lösungsansätze oder zumindest nach identischen Ursachen suchte, sah ich ganz deutlich ein gemeinsames Konflikt-Muster, welches es einfach nur noch zurück zu verfolgen galt, um es dann mit dem der Griechen abzugleichen.

Mir fiel auf, dass die Gemeinsamkeiten dermaßen homogen verliefen, dass ich immer tiefer der Ursache auf den Grund ging.



Die allgegenwärtige Meinung hinsichtlich der Ursachenforschung zu dem niederschmetternden Wahl-Ergebnis begrenzte sich meist nur auf die transparente parteiinterne Politik und die dadurch öffentlich werdenden Stretigkeiten,  sowie das Problem „Inhaltsverlust vs Personenkult“, und dem augenscheinlichen Kommunikationsdefizit der Partei-Mitglieder.

Alles schön und gut. Das sind Faktoren die man sicherlich nicht außer Acht lassen darf; aber es sind noch lange nicht die tatsächlichen Ursachen.



Schauen wir doch einfach mal einen Schritt weiter hinten nach und stellen  uns folgende Fragen:

Warum gibt es Streitigkeiten, warum fehlt es an konstruktiver Kommunikation, wieso hat sich die Partei auf Personen konzentriert anstatt sich den Inhalten zu widmen?

Was ist also das Kernproblem, all jener Kausalzusammenhänge die unweigerlich zum Problem geführt haben?

Ich hatte das Vergnügen, wie ich schon erklärte, das Problem-Schema der griechischen Piraten im Zeitraffer mitzuerleben, was mir zu einem wesentlich besseren Einblick in das Geschehen verhalf.

Ich kam zur Erkenntnis, dass die Probleme letztendlich im sozialpolitischen Verständnis, in Verbindung mit der allgemeinen sozialen Verflechtungen der Menschen als solche zu suchen bzw. zu finden sind.


Peripher kommt oftmals auch ein Mangel elementarer Grundkenntnisse der Demokratie und Ihrer Geschichte hinzu. 

Fragen, wie „Wie entstand diese und welches war und ist ihr Verhältnis zu den von Tausenden Jahren andauernden Wechselspiel der Faktoren wie Geopolitik, Macht und Ökonomie“, welche nicht letztendlich unsere Geschichte prägen. Bezugnehmend dieser bekommen diese Fragen ein neues Gesicht und spielen eine beachtliche Rolle in unserem Verständnis und dem daraus resultierenden Verhalten.

Mit sozialpolitisch meine ich nichts weiter als das gesellschaftliche Verständnis von Politik. 

Was ist Politik, warum und wer macht Politik, wo von wem und weshalb werden die Grenzen der politischen Teilhabe von Bürger gesetzt, wann  entstand Demokratie und welche Faktoren haben sie beeinflusst und vor allem welche Richtung ist sie eingeschlagen bis sie ihren Weg zur der uns bekannten repräsentantivenen Demokratie erlangte. 

Auch die Erkenntnis ihrer mit sich bringenden Probleme spielt eine gewaltige Rolle in der Ursachen-Analyse. 

Zudem kommt auch das Verständnis zum Grundgesetz. Worauf wird es gestützt und unter welchen Umständen  entstand es so wie wir es heute kennen.

Ich muss gestehen, dass ich mich, auf Hinblick der Komplexität der Faktoren, welche diese Matrix bilden buchstäblich noch in den Kinderschuhen der Erkenntnis befinde. 


Nichts desto trotz wage ich eine persönliche Analyse.

Ich versuche aus erkennbaren Fehlern Zusammenhänge zu filtern und neu anzuordnen, um daraus ein plastisches Bild zu generieren. 
So kann ich die Kausalzusammenhänge besser deuten. 

Da ein jedes Resultat eine Ursache hat, erlaubt mir dieses Vorgehen erstaunlicherweise einen recht guten Einblick in eine gar nicht mal so fremde Welt.

Das generierte Bild spiegelt letztendlich nichts weiter als "die Natur aller Dinge" wieder. Und sie ist mit Sicherheit nicht einfach von heute auf morgen änderbar. 



Ich komme gleich wieder auf sie zurück.

Die Piraten haben mit der Idee der transparenten, freien und Basis orientierten (direkten) Demokratie einen ganz neuen Weg der Politik eingeschlagen. 

Oder zumindest versuchen sie es ganz tapfer.

Dieser Pfad muss  jedoch erweitert werden bis er letztendlich zu einer gut gepflasterten und viel genutzten politischen Infrastruktur ausgebaut werden kann. Und das ist nicht einfach!

Mitunter ist es auch ein Pfad der Erkenntnis, welcher wohl oder übel eine Schule der Evolution, welche nicht unserer momentanen und allgegenwärtigen Natur entspricht, durchlaufen muss. 


Was möchte ich damit sagen?

Um zu verstehen was damit gemeint ist fragen wir uns doch erst einmal:

Wissen wir den überhaupt, was sich hinter diesen Begriffen wie Freiheit, Transparenz und direkte Demokratie tatsächlich verbirgt? Kennen wir ihren tieferen Sinn? Oder nur ihre Verfahren.

Und kennen wir deren Hindernisse und Gefahren, die uns auf den Weg ihrer Implementierung begleiten?



Und nun der Clou!
Die Antworten zu all den Fragen kann meist ein jeder von uns mit und für sich beantworten, denn die Lösungen entspringen alleine aus unserem Verständnis und aus den Strukturen unserer individuellen Lebenserfahrung, verflochten mit der eigenen Art und Weise Dinge zu sehen und zu deuten. Also unserem sozialpolitischem Verständnis in Verbindung mit unserer individuellen sozialen Bindung und Bildung in der Gesellschaft.

Die Antworten fallen genau so unterschiedlich und individuell aus, wie auch seine Fragesteller nicht unterschiedlicher sein können.   

Das Paradoxon ist aber, dass ein jeder in seinem Verhalten auf dem Highway in Richtung eines gemeinsamen ideologischen Ziels, sich in gleicher Weise rücksichtslos verhält, und so z.B. seinen „fahrbaren“ Untersatz extremst unter Beweis stellen muss, um gegebüber anderen Teilnehmern auf dem gemeinsamen Weg der Überlegene zu sein.

Und schon wieder sehen wir die uns bekannte Natur des Menschen, wie sie Einfluss auf unser politisches Dasein nimmt.

Ein guter Ansatz aus dieser Gemengelage zu entkommen, wäre vielleicht zu verstehen, was sich tatsächlich im Umfeld der von uns so hochgepriesenen Werte befindet. 

Wir müssen also erst einmal lernen zu verstehen, was z.B. die direkte Demokratie im sozialen Umfeld so bewirkt!

Mit z.B. dem Begriff der direkten Demokratie versuchen wir, nichts weiter als ideologische Berge zu bewegen.  
Welten aus dem „Ha ja, so ist es eben, so kenn ich es“ (die repräsentative Demokratie) zu vernichten und in einem piratigen heureka Effekt der neuen Generation, munter und laut in die Welt zu posaunen: Mann, das ist unsre aller Lösung!


Die Idee ist nicht von heute. Platon hatte sie 428/427 v. Chr., mit Politia versucht ins Leben zu rufen. Aber auch damals scheiterte sie an der Natur des Menschen und es blieb einfach nur eine Idee.

Nichtsdestotrotz gab es ja schon die attische Demokratie, die über 2 Jahrhunderte einen langwierigen und nicht gerade geradelinigen Prozess durchlief.

Vergessen wir aber nicht die Zeitspange, die zwischen dem alten Griechenlands und heute liegt. In Anbetracht dessen müsste der Mensch doch ein Quäntchen an Erfahrung mit sich gebracht haben, um dieses Modul effizient umsetzen zu können.


Die Betonung liegt bei "sollte!"


Möchten wir überhaupt Geschichte schreiben? Ich glaube ja!  

Denn das und nichts anderes beinhaltet unsere Ideologie. Eine neue Art des politischen Da seins mit all den daraus folgenden und mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit revolutionären Resultaten.

Um aber  wieder in die Singularität der Erkenntnis zurückzukehren, dürfen wir nicht vergessen, dass Geschichte erst einmal geschrieben werden muss. 

Eine relative Vollendung und Perfektion durchläuft immer das Stadium eines Reifeprozesses. Das wiederum setzt voraus, dass es eine Zeit der Unreife gibt.

Um das Ganze schematisch in unsere Partei zu projizieren, und es somit zu verdeutlichen, wage ich zu behaupten, dass diese natürliche Unreife es eben noch nicht zulässt, politisch engagierte Menschen wie Dich und mich das im Gen gespeicherte und von Äonen geprägte Muster abzulegen, um sich dann ganz nach der von uns aller im Herzen tragender Ideologie zu verhalten.



Es gibt demzufolge manch einen oder ganz viele von uns die es unbewusst, fahrlässig oder vorsätzlich in Kauf nehmen, politisch und ideologisch ein kontroverses Verhalten an den Tag zu legen, um ihre Natur zu befriedigen.  

Und das ist völlig normal...
                  ...Ideologisch aber verdammt gefährlich!

Genau hier fangen die ersten Problemchen an

Mann oder Frau eckt an. Oder besser gesagt; aus dem ideologisch geprägten Gesichtspunkt des ultimativen Ziels einer Basisdemokratie eckt genau diese mit ihren Unterstützern und Umsetzern weitgehend an ein weit aus, gängigeres und täglich von Vielen praktiziertes Modell der Demokratie, mit ihren sozialpolitischen Ausläufern, an.
 

Es gilt dies zu verstehen und zumindest zu akzeptieren, dass es eben seine Zeit braucht, bis sich hier etwas ändert. Ja vermutlich müssen wir so oft anecken bis irgendwann die Ecken abgewetzt sind.

Wir werden es ganz bestimmt nicht einfach haben.



Es ist, um ein Vielfachen einfacher sich in einer Partei wie z.B. der CDU zu bewegen, in der alles und jeder in die gleiche Richtung strebt. Und all jene die etwas zu meckern haben treffen sich im Separee, um der Partei bloß keinen öffentlichen Kollateralschaden beizufügen. 

Ein Kinderspiel eben ;-)

Wichtig ist es aber als Basis sich nicht dem Gängigen zu unterwerfen, indem z.B. ein Personenkult aufgebaut wird oder man sich einfach nur einlullen lässt, weil gerade ein rhetorisches Ass etwas in die Menge wirft.
  
Vorsicht ist geboten! Die Macht der Gewohnheit ist allgegenwärtig. 

Das soziale Gefüge des Homo Sapiens basiert auf dem Prinzip des Alphatierverhaltens. Sozusagen kämpfen wir Basisdemokraten letztendlich gegen unsere eigene von Millionen Jahren geprägte Natur an. 

Es ist nun mal bewiesen, dass Menschen einen starken Führer bzw. eine Leitfigur benötigen, um sich sicher zu fühlen. Und Sicherheit ist nun mal das Überlebens-Elixier einer funktionierenden Zivilisation.

Jedoch ist es an der Zeit ein gewisses Maß an Wissen und die Erkenntnis zu erlangen, dass nicht die Leitfiguren Träger der Sicherheit sind, sondern nur eine Illusion der Gleichgesinntheit zu vermitteln versuchen, um somit ihre angepeilte und zuvor bestimmte Gruppe mit der angeblich selben Vorstellungen anzusprechen, um sie so in ihren Bann zu fesseln.

Es passiert demnach nichts weiter als ein ideologisch gewaltsamer Zusammenschluss von Menschen einer gleichgetrimmten Interessengruppe und unter dem Druck einer assoziierenden Angst die mehr oder weniger ein Kollektiv bildet welches im sozialen Gefüge ihre Interessen ausbaut und vermittelt.  

Fakt: Erst ein Zusammenschluss zu einem sozialen Kollektivum  macht uns  Menschen zu einem funktionierenden Individuum in der Welt.  Aber warum viele kleine Gruppen und nicht eine Große Einheit?

Das Problem ist, dass die Rädelsführer einzelner Interessengemeinschaften nichts weiter sind als die Schafhirten mehrerer Einheiten, die auf Angst und Einschüchterung zusammenhalten werden, um ausschließlich ihre eigenen Interessen zu verfolgen.

Und wahrlich ... es gibt sehr viele von ihnen; und darauf baut u.a. unser System der repräsentativen Demokratie! Je mehr desto geringer die Gefahr der kollektiven Erkenntnis einer "Bürgermacht".

Es wird uns regelrecht ins Gehirn gebrannt, dass die Interessengemeinschaft in der wir uns ansiedeln sich ausschließlich auf nur einem bestimmten Bereich der politischen Achse bewegen darf und auf gar keinen Fall andere ideale akzeptiert. Somit wird die Spaltung der politischen Gesellschaft bewusst aufrechterhalten

Wir müssen aber begreifen, dass nicht die Rädelsführer uns, die für unser Sozialverhalten und unseren Fortschritt benötigte Sicherheit geben. Diese geht einzig und alleine von der Gemeinschaft als solche welche die Interessengruppe bildet, aus. 
  
Allein sie ist für die uns so wichtige Sicherheit ausschlaggebend. Und sie ist existenziell für unser Überleben wichtig. 

Ein Rädelsführer ist nur ein Entertainer und Magnet, weiter nichts!

Stellt sich nun die Frage, wie kann ein humanoides Kollektiv ohne Führung und mit derart verschiedenen Weltansichten einen gemeinsamen Nenner finden, ohne seine Sicherheit zu verlieren? 
Oder besser gesagt, was kann dieses Wirrwarr unterschiedlicher Menschen mit all ihren kontroversen Ansichten binden?

Drei Punkte sehe ich persönlich als elementär, für die Umsetzung unserer obersten Direktive. 

 Unerlässlich sind:
  • 1) Das Verständnis für alle Menschengruppen egal welcher Gruppe, welcher Religion, welcher Nationalität oder Hautfarbe.  
  • 2) Akzeptanz und Respekt andere Meinungen die auf bedingungslode Meinungsfreiheit beruht.
  • 3) Die Einsicht, dass ein Eingrenzen, von ideologischen Manifesten und idealen nur eine Abkapselung und somit die Abgrenzung von anderen mit sich bringt.

Erst dann wird es uns möglich sein einen gemeinsamen Nenner zu finden, um die kollektive und von Allen ausgehende Intelligenz effektiv nutzen zu können


Es ist Fakt, dass das Prinzip der Swarm-Intelligenz die weitaus effizientere und sicherste Art des Daseins, egal welcher Lebensform, ist.  

Die kollektive Intelligenz bevorzugt keinen Einzelnen. Vielmehr ist sie, auch wenn anfänglich etwas schwerfällig, die effizientere und gerechtere Art einer Sozialstruktur.  

Ein Abbild dieser birgt tief in ihrem Inneren die basisorientierte Demokratie. Hier entscheidet nicht einer oder eine Gruppe von wenigen, sondern die Gemeinschaft aller, für das gemeinsame Wohl ohne Filter und ohne Umwege.  

Also direkt!
Der Nachteil wird natürlich sein, dass so ein mancher der oberen 10.000 vieles abtreten muss. :-)

Im Laufe der Zeit könnte es sich dann zum ausgewogensten System aller Zeiten atablieren. Und wenn es "primitive" Insekten können wieso nicht wir..?



  • Soziales Umfeld

Wenden wir uns nun mal zum Problem des allgemein sozialen Umfeldes eines jeden von uns.
 


Wie ich schon erwähnte, hat die von einem Führer und seit Äonen geprägte Welt uns unmissverständlich in diesem System eine bestimmte Rolle zugewiesen. Die wiederum in einem immerwährendes Zusammespiel mit den Rollen anderer Mitmenschen steht und diese kontinuierlich beeinflusst. 

Diese Rollenverteilung baut auf dem zoologen Überlebensdrang und einer hierarchischen Struktur, die uns wiederum regelrecht in den Genen steckt.

Ich möchte nicht weiter ins Eingemachte gehen aber vielmehr das daraus resultierenden Verhaltensmuster der beteiligten zu verstehen geben.

Und das kann ich mit nur drei Worte definieren:


Der Stärkere überlebt!

Wie wir erkennen können, steht alles in einem Zusammenhang miteinander. Ein unaufhörlicher Teufelskreislauf von Ursache und Wirkung!


Wenn wir Piraten uns tatsächlich unserem ideal widmen wollen, bedeutet dies nichts anderes als einen regelrechten Austritt aus dieser sozialen Ebene, in der wir integriert sind. Und zwar in jeder Hinsicht.

Wenn wir ändern möchten, müssen wir loslassen können und in Kauf nehmen, dass ab dem Zeitpunkt das persönliche Leben gezwungener Maßen einen ganz anderen Lauf nehmen kann.

Mann müsste aufhören sich immer an erster Stelle zu setzen und ab sofort seine Mitmenschen als gleichwertig anerkennen.

Eigentlich Grundsätze, die wir z.B. aus der Religion oder unseren Grundrechten kennen.

Erst dann haben wir eine reale Chance mit unseren neuen Ideen neue Maßstäbe zu setzen.

Die Piraten verkörpert meiner Meinung nach viel mehr als nur ein politisches Da sein.

Sie verkörpern tatsächlich den Generalreset unseres Systems. Aber in erster Linie einen Neustart unserer eigenen Persönlichkeit. 


Davor habe ich gewaltigen Respek und ziehe meinen Hut!

Das Wahlergebnis der Bundestagswahl 2013 war meiner Meinung nach ein überwältigender Erfolg. 

Denn 2 % der Wähler haben uns genau aus den selben Gründen gewählt, aus denen wir unsere Ideologie geformt haben.

Diese Menschen sind in erster Linie
bereit sich zu ändern. Sie sind bereit persönlich große moralische und ideologische, ja sogar evtl. soziale und wirtschaftliche Verluste in Kauf zu nehmen. 


Wenn man sich nur vorstellt, dass 2 % der Bevölkerung sich gegen ihre eigene Natur entschieden hat, weil sie sich daraus vermutlich eine gerechtere und bessere Zukunft für alle erhofft, dann haben wir in voller Breite gewonnen, denn wo es 2% können, kann es auch ein jeder!  

Ich betrachte diese 2% der Wähler als eine Art Märtyrer die vieles von ihrer bisherigen Natur aufopfern um etwas zu unser aller Gunsten ändern möchten. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis diese Erkenntnis durchdringt.

Das sollte mitunter unsere Aufgabe sein.  

Breite Aufklärungsarbeit von der Basis in alle Richtungen.  

Des Weiteren ist Obacht gegeben, um sich nicht in die Falle eines drohenden Personenkults zu verheddern.  Vielmehr sollte man sich inhaltlich dem gängigen System entgegen stemmen, um somit mehr Aufmerksamkeit im persönlichen Umfeld zu erlangen.  

Nur so wird Schritt für Schritt die Erkenntnis des Werkzeugs für eine bessere und wertvollere Welt vermittelt, in der ein jeder am politischen und somit eigenen leben mit noch ungeahnten Vorteilen teilhaben kann.
 
Der Rest der 98% aller potenziellen Wähler hat demzufolge einfach nur natürlich gehandelt. Er folge nur seiner Natur. Die Angst vor dem Loslassen, die Angst vor dem Neuen, ja die Angst vor dem Verlust seiner sozialen Sicherheit zwingt(e) ihn regelrecht, sich dem aufdringlichen sozialen und politischen Gefüge unterzuordnen. 


So handelt er eben, wie es von ihnen gefordert wird. Die Bürger haben etwas gewählt was sie kennen und ihnen die Illusion der Sicherheit suggeriert.

Das Spielchen mit der Angst und der Sicherheit kennen wir ja nur allzu gut. Verabschiedungen diverser grundrechts-einschneidender Gesetze, die auf Angst mit dem Terror basieren, sind in den letzten 10 Jahren gang und gäbe.  

Ich sehe dies als einen gezielten und strategischen Vorgang des Systems, um sich der modernen Freiheitsbewegung zu stellen und diese damit einzuschüchtern.

So baut eben alles auf dem gleichen Prinzip und erlaubt uns nicht weit genug über dem Tellerrand hinauszuschauen. 

Um wieder zum internen Problemchen in unseren eigenen Reihen zurückzukehren möge gesagt sein, dass unser Verhalten, so doof es sich auch anhört völlig natürlich ist. 

Es ist ein natürlicher Vorgang sich zu streiten, sich mit einer Ellenbogen Taktik zu bewegen und sich einfach so zu verhalten wie wir uns verhalten ... 

...auch wenn es uns letzten Endes selber gestunken und genervt hat.


Fakt ist, dass das objektiv selbstzerstörerische Verhalten unsere Partei der Antrieb in die nächste Evolutionsstufe der Demokratie ist. 

Würden wir in unseren Köpfen nicht das gemeinsame Ziel vor Augen halten, würden wir uns demnach nicht streiten und dann auch nicht darüber aufregen. 

Der Absturz, wenn man ihn so nennen darf, war irgendwie vorauszusehen und stellt einen natürlichen Teil des Fortschritts dar.


Sensibilisierung und Aufklärung für ein "Gemeinsames ich" sollte unsere primäre Aufgabe sein!

Der Satz gemeinsam sind wir stark gibt dem ganzen eine besondere und (R)evolutionäre Note. Einen Versuch ist es sicherlich wert oder? 
Bist du so weit?

 


Giorgio Mariotti








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